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Digitalisierung kann Leben retten

Digitalisierung kann Leben retten

Die Frage nach einer Organspende kommt meist unerwartet: Ein Mitglied der Familie ist verstorben. Vielfach müssen die Angehörigen in dieser belastenden Situation entscheiden, ob die Organe gespendet werden oder nicht. Denn in über 60 Prozent der Fälle ist der Wille für oder gegen die Organspende nicht bekannt. Daher ist ein Entscheid zu Lebenszeiten wichtig.

Viele kennen sie, die Organspendekarte, welche uns über Jahre im Portemonnaie begleitet und erst bei einem Wechsel unserer Geldbörse wieder Aufmerksamkeit erhält. Im Falle einer Spende konnte die Spendekarte bis anhin oft nicht gefunden werden oder war schlussendlich nicht vorhanden. Zudem war der Prozess, eine neue Spendekarte zu erhalten, nicht ganz benutzerfreundlich und dauerte mehrere Wochen. Um den ganzen Prozess zu optimieren und schlussendlich Leben retten zu können, musste eine schnellere und einfachere Lösung her. Die Vision von Swisstransplant war es, ein zentrales und nationales Organspenderegister aufzubauen, welches einerseits den nötigen Sicherheitsansprüchen genügt und zugleich von der Bevölkerung akzeptiert und deutlich mehr genutzt wird.

Gemeinsam mit Swisstransplant hat BEGASOFT damit begonnen, die detaillierten Anforderungen anhand von User Stories zu erarbeiten. Was soll das neue Organspenderegister können? Wie sehen die internen Prozesse bei Swisstransplant und im Austausch mit den Spitälern aus? Wie kann die Registrierung und die Erfassung des Entscheides möglichst unkompliziert und benutzerfreundlich gemacht werden? Dies waren nur einige Fragen, welche uns zu Beginn beschäftigten und beantwortet werden mussten. Anhand von ersten Mockups und Skizzen wurden Vorschläge erarbeitet, wie die einzelnen Masken und Prozesse aus Sicht Benutzer aussehen könnten. Durch zahlreiche Tests mit internen und externen Personen konnten anschliessend wichtige Feedbacks gesammelt werden, um den Ablauf noch weiter zu optimieren. 

Als nach drei- bis vierwöchiger Konzeptphase die wichtigsten Anforderungen, Prozesse und Designentwürfe erarbeitet worden waren, konnte mit der technischen Umsetzung gestartet werden. Durch ein iteratives Projektvorgehen wurden in zweiwöchigen Sprints die einzelnen Funktionen umgesetzt, besprochen und zugleich abgenommen oder nochmals verbessert. Dadurch war BEGASOFT laufend mit Swisstransplant in Kontakt und sie konnten regelmässig Feedback von diversen Testpersonen einholen. Mit diesem Prozess haben wir eine Softwarelösung entwickelt, die von allen Parteien geprägt wurde.

Die neue Lösung konnte unter anderem gemeinsam am Digitaltag 2019 im Berner Generationenhaus präsentiert werden. Wir freuen uns, dass wir Herausforderungen wie beispielsweise die hohen Anforderungen an den Datenschutz, die Gewährleistung der eindeutigen Identifizierung sämtlicher Personen oder die Änderbarkeit zu jeder Zeit meistern konnten. Ein agiles Projektvorgehen, eine offene und transparente Kommunikation und die Begeisterung für das Projekt trugen zu einem erfolgreichen Resultat entscheidend bei. Wir sind stolz, durch dieses Digitalisierungsprojekt künftig noch mehr Menschen retten zu können.

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